Im ersten Spiel des Tages trafen die Damen der SG Hessen auf die Mannschaft aus Hoffeld. In der Vergangenheit war Hoffeld immer als Spielgemeinschaft an den Start gegangen. Aus verletzungstechnischen Gründen gab es diese Gemeinschaft in 2011 nicht. Dementsprechend waren die ersten Würfe unsicher und nach etwa zwei minuten konnte Elke Averesch den ersten Strafwurf sicher im Netz der Schwäbinnen unterbringen. Sicherheit gab dies den Hessinnen jedoch nicht und man kassierte prompt den Anschlusstreffer. Nach einem munteren hin und her führten die Hessinnen zur Halbzeit mit 4:3, erhielten dann allerdings einen Strafwurf für die 8-Sekunden-Überschreitung. Der anschließende Strafwurf brachte Hoffeld den erneuten Ausgleich und einen Knackpunkt ins Spiel der SG Hessen, so dass man am Ende mit 5:7 verlor. Die nächste Partie gegen Magdeburg war von viel Hoffnung geprägt, denn man führte schnell mit 2:0 und dann mit 4:1 und glaubte schon an zwei Punkte. Ob dann in der zweiten Halbzeit die Nervosität wieder zunahm oder woran es sonst lag, vermag niemand zu sagen, jedenfalls brachte man den Gegner wieder ins Spiel und nicht nur das, am Ende musste man sich erneut mit 5:7 geschlagen geben. Im darauffolgenden Match wartete der Deutsche Meister 2010 aus St. Pauli auf die Mädels. Centerfrau Tanja Panter sollte in diesem Spiel geschont werden, um ausreichend Kraft für den noch langen Nachmittag zu haben, sie wurde durch Spielführerin Elke Averesch ersetzt, die von Katrin Lüdeke und Annemarie Landmann flankiert wurde. Auch hier gelang dem Quintett aus der Mitte Deutschlands durch ein Feldtor und einen verwandelten Strafwurf erneut eine 2:0-Führung. Vor der Pause gelang dem Quartett von der Waterkant noch der Anschlusstreffer. Die Tipps, die die Trainerin von St. Pauli in der Halbzeitpause für ihre Schützlinge bereit hielt, waren goldwert, denn die Hessinnen brachen nicht wirklich ein, kassierten am Ende aber mit einem 3:9 doch eine sehr bittere Niederlage. Danach musste man gegen die Mannschaft des BSSV Dortmund antreten, was zugleich das DM-Debüt für Michelle Knäpper brachte, die während des vergangenen Jahres zur SG Hessen gestoßen war. Mangelnde Spielpraxis in dieser Konstellation ließ das Spiel nach außen hin aber sehr unruhig wirken und so musste Mitte der ersten Halbzeit ein Doppelwechsel her, sodass das Debüt von Michelle ungewollt recht kurz ausfiel. Nach einem bravourösen Kampf, denn man musste immer wieder Rückstände aufholen, gelang es durch ein 9:9 den ersten Punkt einzufahren. In ihrem letzten Spiel der Vorrunde trafen die Hessinnen auf das im Turnier noch ungeschlagene Team aus Dortmund-Kirchderne, das sich mit der Ex-Goalballerin Conny Dietz verstärkt hatte. Diese Verstärkung wirkte sich auch gegen die Hessinnen aus, denn man kassierte mit einem 1:9 die höchste Niederlage des Tages. „Mädels, macht Euch nichts daraus, die meisten anderen Teams haben zweistellig verloren“ waren die Worte des Coach Helmut Käding, aber ärgerlich war diese Niederlage doch, weil gar nichts zusammenlief. Im Spiel um Platz fünf begann für die Mädels von Lahn und Main alles von vorn, denn dieses Spiel hieß erneut Hoffeld gegen die SG Hessen: Mittlerweile hatte man aber Gelegenheit gehabt, sich das Team anzuschauen, um die Schwachstellen auszumachen. Dies war gelungen und so verlies man nach den zehn Minuten mit einem Endstand von 9:6 am Ende zum ersten Mal an diesem Tag als Sieger das Spielfeld. In den Halbfinals traf der BSSV Dortmund auf St. Pauli und Dortmund-Kirchderne auf Magdeburg. In beiden Spielen setzte sich der Vertreter aus NRW durch, so dass der „Pott“ in diesem Jahr auf jeden Fall in den „Pott“ gehen sollte. Doch zunächst zum „kleinen Finale“, wo die einen Elbstädter gegen die anderen Elbstädter aus dem hohen Norden antraten. Dies Spiel stand aber unter sehr ungleichen Vorzeichen, da bei den Magdeburgern Verletzungspech im Spiel war und sie bereits im letzten Vorrundenspiel Centerfrau Christa Peckx verloren hatten. Sie spielten Halbfinale und Spiel um Platz drei also zu zweit zu Ende. Das so etwas viel Kraft kostet, ist unbestritten und daher „Chapeau“ für Gabi und Annett. Leider konnten sie ein 1:11 gegen St. Pauli nicht verhindern. Im Finale standen sich also Kirchderne und der BSSV aus Dortmund gegenüber. Jetzt konnte man also beobachten, ob auch im Torball Stadtderbys ihre eigenen Gesetzte haben. Die Damen aus Kirchderne gingen schnell mit 2:0 in Front, dem BSSV gelang aber der Anschlusstreffer, so dass alles offen blieb. Zur Halbzeit stand es 4:1 und eine Tendenz ließ sich erkennen, aber die Mädels des BSSV haben nie aufgegeben und so viel die Niederlage mit 7:4 nicht allzu deutlich aus. 1. ISC Viktoria Dortmund Kirchderne 2. BSSV Dortmund 3. St. Pauli 4. Magdeburg 5. SG Hessen 6. Hoffeld Im Herrenturnier waren die Hessen im Finale vertreten, denn die Paarung lautete: BSV München gegen VSG Frankfurt. Vor Anpfiff der Partie wusste man im Damenlager allerdings bereits, dass die Frankfurter als Sieger vom Platz gehen mussten, denn in den beiden vergangenen Jahren ergab die Addition der Endplatzierungen immer sechs. 2009 waren beide dritte, 2010 waren die Damen vierter und die Herren zweiter und in diesem Jahr stand der erste Summand der Addition ja bereits fest. Die Herren taten alles dafür, dass das Ergebnis auch dieses Jahr aufging und gingen schnell mit 3:0 in Führung. Im Gegensatz zu den Damen konnten sie die Führung aber halten und so stand es zur Halbzeit 4:1. Da die Münchener viele Leinenwürfe hatten, konnten die Hessen mit Hilfe von Strafwürfen den Vorsprung noch um zwei Tore ausbauen, wobei der eigene Kasten „sauber“ blieb, auch wenn zwei Mal ein wenig Glück im Spiel war. 1. VSG Frankfurt 2. BSV München 3. BSSV Dortmund 4. Nürnberg 5. SG Baden 6. ISC Viktoria Kirchderne 7. Landshut 8. Borgsdorf 9. St. Pauli 10. Augsburg